Folienbeschriftung

Beschriftungsfolien werden in vielen verschiedenen Ausführungen angeboten. Die Haupteinsatzgebiete liegen im Bereich der Werbung, speziell in der Außenwerbung. Hier wird die Beschriftungsfolie für die Beschriftung von Fahrzeugen, Schaufenstern, Werbeschildern, Werbeplanen, Schablonen, Sichtschutz und neuerdings auch für die Verklebung an Hausfassaden (hier als bedruckte Folie) eingesetzt.

Außerhalb der Werbung werden Beschriftungsfolien auch für die Erstellung von Fahrzeugdekoren und Fahrzeug-Vollverklebungen eingesetzt. Fahrzeug-Vollverklebungen erfreuen sich bei Taxi-Unternehmen großer Beliebtheit. In einigen Bundesländern ist die Farbe Hellelfenbein für Taxis noch vorgeschrieben. In dieser Farbe lassen sich Gebrauchtfahrzeuge jedoch nur schwer verkaufen. Daher gehen viele Unternehmer dazu über, ihre Fahrzeuge in einer beliebteren Farbe zu bestellen und dann mit einer Vollverklebung in Hellelfenbein umfärben zu lassen. Die Folie kann beim späteren Verkauf des Fahrzeugs rückstandslos entfernt werden. Ein Nebeneffekt hierbei ist, dass der Fahrzeuglack geschützt ist und keinen Alterungsveränderungen durch mechanische Einflüsse oder UV-Strahlung ausgesetzt ist. Der Lack wirkt hier auch nach einigen Jahren noch nahezu neuwertig.

Planenfolien

sind speziell für die Beschriftung von LKW-Planen und Werbeplanen ausgelegt. Bei Berührung mit der Klebefläche fühlt man keine oder nur eine geringe Klebkraft. Diese entwickelt sich erst, wenn die Klebeschicht mit den Weichmachern der Plane reagiert.

Transluzente Folien

sind zu einem gewissen Grad lichtdurchlässig und werden z.B. für die Beschriftung von Leuchtwerbeanlagen oder für die großflächige Beschriftung von Schaufenstern eingesetzt.

Lochfolien

sind Folien, die für die vollflächige Beklebung von Autofenstern konzipiert sind. Sie sind auf der Klebeseite (Innenseite) schwarz, außen weiß und verfügen über eine Lochung über die gesamte Folienfläche. Sie werden bedruckt und ermöglichen die nahezu unbeschränkte Sicht aus dem Fahrzeuginnenraum nach außen. Nach dem Druck sollte ein Schutzlaminat aufgebracht werden, da sich in den Löchern sonst Schmutz sammeln und den Durchblick erschweren kann.

Diffusionsfolien

streuen das Licht und sind für den Einsatz in Leuchtkästen geeignet. Durch die Streuung des Lichts wird dieses von außen betrachtet homogener verteilt. Blockoutfolie ist ebenfalls für Leuchtkästen gedacht und absolut lichtundurchlässig. Mit einer Blockoutfolie können Teilbereiche des Leuchtkastens beklebt werden, die bei eingeschalteter Beleuchtung in der Dunkelheit nicht sichtbar sein sollen.

Retroreflektierende Folien

reflektieren, ähnlich wie Verkehrszeichen, das einfallende Licht. Die Verwendung im Bereich der Strassenverkehrsordnung unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. So ist in bestimmten Fällen neben der eigentlichen Werbebeschriftung eine ebenfalls retroreflektierende Folie an den Fahrzeugkonturen anzubringen.

Adhäsionsfolie

ist eine Folie ohne Klebebeschichtung. Sie haftet auf glatten Oberflächen, kann entfernt und wiederverwendet werden. Ein Anwendungsbeispiel sind z.B. Autohäuser, die Ausstattungsmerkmale von Fahrzeugen auf den Scheiben der Fahrzeuge aufbringen wollen.

Fassadenfolie

ist eine relativ neue Form der Beschriftungsfolien. Sie haftet auf Putz- oder Betonwänden und wird zuvor mit dem gewünschten Werbemotiv bedruckt. Die Einsatzdauer sollte hier wenige Monate nicht überschreiten.

Glasätzfolie,

auch Frosted-Glass genannt ist eine Folie, die einen "satinierenden oder weißlichen Milchglaseffekt" aufweist. Sie wird häufig auch als Sichtschutz eingesetzt und ist von diversen Herstellern auch mit speziellen Effekten erhältlich und fällt unter die Rubrik der transluzenten Klebefolien.

Magnetfolie

ist eine Sonderform der Beschriftungsfolie. Diese weist eine Stärke von 0,6 bis 0,9 mm auf und kann sowohl bedruckt als auch mit geplotteten Klebefolien beklebt werden. Sie hat den Vorteil der Anwendungsmöglichkeit auf mehreren Trägern, z.B. Fahrzeugen, und kann bei Nichtbedarf entfernt werden. Ein Nachteil ist der hohe Pflegeaufwand besonders in Bezug auf die Reinigung und Lagerung. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu Schäden an der Trägerfläche kommen.